Induktionsherde

Samstag - 26. Juli 2014 - 17.11 Uhr

 

Induktionsherd

Der Induktionsherd ist ein Herd, der das Kochgeschirr nicht durch Hitze, sondern durch ein elektromagnetisches Wechselfeld erwärmt. Dieses Wechselfeld wird von einer stromdurchflossenen Spule erzeugt, die unter dem Kochfeld vom Induktionsherd eingebaut ist.

So funktioniert der Induktionsherd
Der Induktionsherd nutzt die Möglichkeiten elektromagnetischer Spannung. Diese Spannung wird von einer unter dem Kochfeld befindlichen Spule erzeugt. Das magnetische Wechselfeld im Induktionsherd kann nun an einen Topf, der auf den Induktionsherd gestellt wird, weitergegeben werden. Diese Weitergabe ist allerdings nur möglich, wenn der Topf aus Metall besteht und so durch Induktion Wirbelströme entstehen können. Diese Wirbelströme heizen sowohl den Topf wie auch das sich im Topf befindliche Kochgut auf und sorgen so für eine schnelle und effiziente Wärmeübertragung vom Induktionsherd auf den Topf.

Spezielle Töpfe steigern die Leistung vom Induktionsherd
Die Funktionsweise vom Induktionsherd ist grundsätzlich bei allen elektrisch leitenden Töpfen aus Metall gegeben. Damit ist es möglich, auf dem Induktionsherd sowohl Töpfe aus Gusseisen wie auch aus Aluminium oder Kupfer einzusetzen. Für eine bessere Effizienz vom Induktionsherd wird von den Herstellern allerdings angeraten, spezielle Töpfe mit einem ferromagnetischen Boden zu nutzen. Dieser ferromagnetische Boden sorgt dafür, dass das elektromagnetische Wechselfeld der Induktionsherde noch besser gebündelt werden kann. Hierdurch ist eine Energieausbeute von bis zu zwei Dritteln möglich. Ebenfalls ein großer Teil der Heizleistung wird durch den Ummagnetisierungsverlust im Topfboden erzeugt und dabei ebenfalls in thermische Energie gewandelt.

Ferromagnetisches Material ist Material aus Eisen (lat. Ferrum = Eisen). Man erkennt es daran, das Magnete an diesen Töpfen haften bleiben und sie daher für den Einsatz auf dem Induktionsherd sehr gut geeignet sind. Töpfe für Induktionsherde erkennt man auch am Symbol auf den Verpackungen. Dieses Symbol zeigt die Drahtwedel einer Spule in einem Quadrat und zeigt damit die Tauglichkeit des Geschirrs für Induktionsherde.

Diese Vorteile bieten Induktionsherde
Induktionsherde können gegenüber herkömmlichen Herden verschiedene Vorteile aufweisen, die beim Kauf eines neuen Herdes beachtet werden sollten. Im Unterschied zum Gasherd geht beim Induktionsherd kaum Energie durch Konvektion verloren, denn neben dem Topf oder der Pfanne steigt keine warme Luft auf. Die Wärme wird vielmehr im Kochgut gebündelt und so effizient durch die Induktionsherde genutzt. Dies sorgt auch für schnelleres Erhitzen der Lebensmittel, so dass Besitzer vom Induktionsherd auch Zeit sparen können. Die Zeit- und Kostenersparnis sind sicher die größten Vorteile vom Induktionsherd, die in jedem Fall für eine derartige Anschaffung sprechen. Die leicht höheren Preise im Vergleich zum klassischen Gasherd lassen sich bereits nach kurzer Zeit amortisieren.

Wird das Kochfeld vom Induktionsherd vollständig durch den Topf abgedeckt, ist das elektromagnetische Feld sehr klein, so dass die Wärmestrahlung und damit der Wärmeverlust beim Induktionsherd sehr klein sind.
Ein weiterer großer Vorteil vom Induktionsherd ist die Tatsache, dass die Wärme nur dann fließt, wenn die Kochplatte Kontakt mit dem Topf erhält. Nur durch diesen Kontakt kann das elektromagnetische Feld durch Induktionsherde erzeugt und genutzt werden. Steht kein Topf auf dem Induktionsherd, wird auch keine Wärme erzeugt. So kann man zum einen nie vergessen, den Herd auszuschalten, zum anderen ergibt sich auch für Kinder eine größere Sicherheit, denn enorme Restwärme muss nach dem Herunternehmen des Topfes nicht befürchtet werden.

Mögliche Nachteile beim Induktionsherd
Ähnlich wie andere elektrische Geräte kann auch der Induktionsherd Nachteile aufweisen. Einer der Nachteile ist sicher die Tatsache, dass der Induktionsherd nur mit dem jeweils passenden Geschirr genutzt werden kann. Wer bisher lediglich Geschirr aus Keramik oder Glas genutzt hat, muss sich daher mitunter neues Geschirr für den Induktionsherd kaufen.

Von einigen Nutzern werden auch Nachteile beim Lüfter vom Induktionsherd genannt. Dieser Lüfter kühlt die elektrische Spule, die für die Stromerzeugung verantwortlich ist. Da der Lüfter während des gesamten Gebrauchs vom Induktionsherd benötigt wird, entstehen sowohl während des Kochens wie auch im Nachlaufen Nebengeräusche. Diese können vor allem bei älteren Geräten lauter werden. Ein Austausch vom Lüfter kann hier jedoch helfen, die Geräuschkulisse beim Induktionsherd zu verringern.

Induktionsherd
Induktionsherd

Formen und Varianten der Induktionsherde
Induktionsherde können in vielen verschiedenen Varianten bestellt und genutzt werden. Ebenso wie Gasherde werden auch sie in unterschiedlichen Größen hergestellt, so dass der Induktionsherd in jede Küche passt. Auf Wunsch finden sich in den Geschäften auch Induktionsherde, die transportabel sind und sich daher sehr gut für Camper eignen. Auch Singles, die nur selten kochen, greifen gern auf mobile Induktionsherde zurück, um immer und überall kochen zu können.

Je nach Wunsch kann der Induktionsherd als kleiner Herd mit nur zwei Kochplatten oder aber als größerer Induktionsherd mit bis zu fünf Kochplatten erworben werden. Wie auch beim Gasherd finden sich zumeist allerdings Induktionsherde mit vier Kochplatten. Durch unterschiedliche Größen dieser Kochplatten können auch verschiedene Töpfe auf dem Induktionsherd genutzt werden, um Menüs zu zaubern. Alle Induktionsherde zeichnen sich dabei durch eine leichte Bedienung, eine einfache Handhabung sowie der Möglichkeit, Strom und Zeit zu sparen, aus.