Induktionsherd
Der Induktionsherd ist ein Herd, der das Kochgeschirr
nicht durch Hitze, sondern durch ein elektromagnetisches
Wechselfeld erwärmt. Dieses Wechselfeld wird von einer
stromdurchflossenen Spule erzeugt, die unter dem Kochfeld
vom Induktionsherd eingebaut ist.
So funktioniert der Induktionsherd
Der Induktionsherd nutzt die Möglichkeiten
elektromagnetischer Spannung. Diese Spannung wird von
einer unter dem Kochfeld befindlichen Spule erzeugt. Das
magnetische Wechselfeld im Induktionsherd kann nun an
einen Topf, der auf den Induktionsherd gestellt wird,
weitergegeben werden. Diese Weitergabe ist allerdings nur
möglich, wenn der Topf aus Metall besteht und so durch
Induktion Wirbelströme entstehen können. Diese
Wirbelströme heizen sowohl den Topf wie auch das sich im
Topf befindliche Kochgut auf und sorgen so für eine
schnelle und effiziente Wärmeübertragung vom
Induktionsherd auf den Topf.
Spezielle Töpfe steigern die Leistung vom
Induktionsherd
Die Funktionsweise vom Induktionsherd ist grundsätzlich
bei allen elektrisch leitenden Töpfen aus Metall gegeben.
Damit ist es möglich, auf dem Induktionsherd sowohl Töpfe
aus Gusseisen wie auch aus Aluminium oder Kupfer
einzusetzen. Für eine bessere Effizienz vom Induktionsherd
wird von den Herstellern allerdings angeraten, spezielle
Töpfe mit einem ferromagnetischen Boden zu nutzen. Dieser
ferromagnetische Boden sorgt dafür, dass das
elektromagnetische Wechselfeld der Induktionsherde noch
besser gebündelt werden kann. Hierdurch ist eine
Energieausbeute von bis zu zwei Dritteln möglich.
Ebenfalls ein großer Teil der Heizleistung wird durch den
Ummagnetisierungsverlust im Topfboden erzeugt und dabei
ebenfalls in thermische Energie gewandelt.
Ferromagnetisches Material ist Material aus Eisen (lat.
Ferrum = Eisen). Man erkennt es daran, das Magnete an
diesen Töpfen haften bleiben und sie daher für den Einsatz
auf dem Induktionsherd sehr gut geeignet sind. Töpfe für
Induktionsherde erkennt man auch am Symbol auf den
Verpackungen. Dieses Symbol zeigt die Drahtwedel einer
Spule in einem Quadrat und zeigt damit die Tauglichkeit
des Geschirrs für Induktionsherde.
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Diese Vorteile bieten Induktionsherde
Induktionsherde können gegenüber herkömmlichen Herden
verschiedene Vorteile aufweisen, die beim Kauf eines neuen
Herdes beachtet werden sollten. Im Unterschied zum Gasherd
geht beim Induktionsherd kaum Energie durch Konvektion
verloren, denn neben dem Topf oder der Pfanne steigt keine
warme Luft auf. Die Wärme wird vielmehr im Kochgut
gebündelt und so effizient durch die Induktionsherde
genutzt. Dies sorgt auch für schnelleres Erhitzen der
Lebensmittel, so dass Besitzer vom Induktionsherd auch
Zeit sparen können. Die Zeit- und Kostenersparnis sind
sicher die größten Vorteile vom Induktionsherd, die in
jedem Fall für eine derartige Anschaffung sprechen. Die
leicht höheren Preise im Vergleich zum klassischen Gasherd
lassen sich bereits nach kurzer Zeit amortisieren.
Wird das Kochfeld vom Induktionsherd vollständig durch
den Topf abgedeckt, ist das elektromagnetische Feld sehr
klein, so dass die Wärmestrahlung und damit der
Wärmeverlust beim Induktionsherd sehr klein sind.
Ein weiterer großer Vorteil vom Induktionsherd ist die
Tatsache, dass die Wärme nur dann fließt, wenn die
Kochplatte Kontakt mit dem Topf erhält. Nur durch diesen
Kontakt kann das elektromagnetische Feld durch
Induktionsherde erzeugt und genutzt werden. Steht kein
Topf auf dem Induktionsherd, wird auch keine Wärme
erzeugt. So kann man zum einen nie vergessen, den Herd
auszuschalten, zum anderen ergibt sich auch für Kinder
eine größere Sicherheit, denn enorme Restwärme muss nach
dem Herunternehmen des Topfes nicht befürchtet werden.
Mögliche Nachteile beim Induktionsherd
Ähnlich wie andere elektrische Geräte kann auch der
Induktionsherd Nachteile aufweisen. Einer der Nachteile
ist sicher die Tatsache, dass der Induktionsherd nur mit
dem jeweils passenden Geschirr genutzt werden kann. Wer
bisher lediglich Geschirr aus Keramik oder Glas genutzt
hat, muss sich daher mitunter neues Geschirr für den
Induktionsherd kaufen.
Von einigen Nutzern werden auch Nachteile beim Lüfter
vom Induktionsherd genannt. Dieser Lüfter kühlt die
elektrische Spule, die für die Stromerzeugung
verantwortlich ist. Da der Lüfter während des gesamten
Gebrauchs vom Induktionsherd benötigt wird, entstehen
sowohl während des Kochens wie auch im Nachlaufen
Nebengeräusche. Diese können vor allem bei älteren Geräten
lauter werden. Ein Austausch vom Lüfter kann hier jedoch
helfen, die Geräuschkulisse beim Induktionsherd zu
verringern.

Induktionsherd
Formen und Varianten der
Induktionsherde
Induktionsherde können in vielen verschiedenen Varianten
bestellt und genutzt werden. Ebenso wie Gasherde werden
auch sie in unterschiedlichen Größen hergestellt, so dass
der Induktionsherd in jede Küche passt. Auf Wunsch finden
sich in den Geschäften auch Induktionsherde, die
transportabel sind und sich daher sehr gut für Camper
eignen. Auch Singles, die nur selten kochen, greifen gern
auf mobile Induktionsherde zurück, um immer und überall
kochen zu können.
Je nach Wunsch kann der Induktionsherd als kleiner Herd
mit nur zwei Kochplatten oder aber als größerer
Induktionsherd mit bis zu fünf Kochplatten erworben
werden. Wie auch beim Gasherd finden sich zumeist
allerdings Induktionsherde mit vier Kochplatten. Durch
unterschiedliche Größen dieser Kochplatten können auch
verschiedene Töpfe auf dem Induktionsherd genutzt werden,
um Menüs zu zaubern. Alle Induktionsherde zeichnen sich
dabei durch eine leichte Bedienung, eine einfache
Handhabung sowie der Möglichkeit, Strom und Zeit zu
sparen, aus.
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